So plant Israel die Annexion des besetzten Westjordanlands

Zitat: „Was in Masafer Yatta geschieht, ist nicht nur die größte ethnische Säuberung, die Israel seit 1967 durchgeführt hat, sondern sollte auch als erster Schritt eines viel größeren Plans der illegalen Landaneignung, der ethnischen Säuberung und der offiziellen Massenanbindung betrachtet werden.“

Von Ramzy Baroud, 30. Mai 2022

Der Oberste Gerichtshof Israels hat entschieden, dass das palästinensische Gebiet Masafer Yatta in den südlichen Hügeln von Hebron vollständig vom israelischen Militär eingenommen und die dortige Bevölkerung von mehr als 1.000 Palästinensern vertrieben werden soll. Die Entscheidung des Gerichts vom 4. Mai war kaum überraschend. Die militärische Besatzung Israels wird nicht nur durch Soldaten mit Gewehren durchgesetzt, sondern auch durch ausgeklügelte politische, militärische, wirtschaftliche und rechtliche Strukturen, die allesamt dem Ausbau illegaler jüdischer Siedlungen und der langsamen – und manchmal auch nicht so langsamen – Vertreibung der Palästinenser dienen.

Wenn Palästinenser sagen, dass die Nakba (“Katastrophe”), die 1948 zur ethnischen Säuberung Palästinas und zur Gründung des Staates Israel auf ihren Ruinen führte, ein fortlaufendes, unvollendetes Projekt ist, dann meinen sie genau das. Die ethnische Säuberung der Palästinenser in Ost-Jerusalem und die endlosen Qualen der palästinensischen Beduinen in der Naqab und jetzt in Masafer Yatta sind ein Beweis für diese Realität.

Masafer Yatta ist jedoch besonders einzigartig. Im Fall des besetzten Ost-Jerusalem beispielsweise hat Israel die falsche, ahistorische Behauptung aufgestellt, die Stadt sei die ewige und ungeteilte Hauptstadt des jüdischen Volkes.

Es hat seine unbegründete Behauptung mit militärischen Aktionen vor Ort kombiniert, gefolgt von einem systematischen Prozess zur Vermehrung der jüdischen Bevölkerung und zur Vertreibung der einheimischen Bewohner der Stadt. Begriffe wie “Groß-Jerusalem” und rechtliche und politische Strukturen wie der Jerusalem Master Plan 2000 haben dazu beigetragen, dass die einst absolute palästinensische Mehrheit in Jerusalem zu einer ständig schrumpfenden Minderheit wurde.

Recht auf Rückkehr: Die Nakba steht wieder auf der palästinensischen Tagesordnung

In der Naqab wurden die Ziele Israels bereits 1948 und erneut 1951 in die Tat umgesetzt. Der Prozess der ethnischen Säuberung der Einheimischen dauert bis heute an…

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