Thema Gaza: Brief der Ärzte für Menschenrechte in Israel (PHRI)

Liebe Freunde und Unterstützer,

Das war es, was wir am letzten Wochenende in Gaza taten

Vor etwa einem Monat nahmen wir Verbindung mit euch auf, uns  bei der humanitären Hilfe im Gazastreifen behilflich zu sein, der sehr wenig Medikamente, medizinische Geräte und wenig Strom hat. Die Drohung Krankenhäusern und Operationsräumen die Möglichkeit zu nehmen, entsprechend zu arbeiten, ist tatsächlich nach drei Kriegen und 10 Jahren eine schwere Krise …

Während des letzten Wochenendes besuchte eine PHRI- Delegation den Gazastreifen. Während des Besuches führten unsere Ärzte während 24 Stunden chirurgische Maßnahmen durch, hielten eine Medizin-Konferenz und führten für Hunderte von Ärzten  ein medizinisches Training durch und  behandelten Hunderte Patienten in Jabaliyya und eröffneten sogar eine improvisierte Klinik in ihrem Hotel in Gaza-Stadt. Wir brachten Medikamente  im Wert von 50 000 Dollar mit.

Die Delegation bestand aus 10 Experten, Krankenhaus-Managern, Spezialisten in Neurologie, Orthopädie, Chirurgie, Internisten, Kinderärzte und Fachleute für psychologische  Probleme.

Es war seit 2007, seit der israelischen Blockade der größte Besuch der PHRI im Gazastreifen.

Operationen: Während des Besuches führten unsere Ärzte 14 Operationen im Shifa-Krankenhaus und im europäischen Krankenhaus in Khan Yunis durch.

In den provisorischen Kliniken: 700 Patienten wurden  in einer im Jabaliyya –Flüchtlingslager errichten Klinik untersucht. Zusätzlich wurde in einer Ad-Hoc Klinik, die spät am Abend im Hotel der Delegation eröffnet wurde, noch Dutzende  Patienten untersucht.

Konferenz und Training: Mit dem palästinensischen Minister für Gesundheit in Gaza hielten wir mit 280 palästinensischen Ärzten eine Konferenz ab. Dies schloss Vorträge  über Innovationen in der Neurologie, der Chirurgie, Gastroenterologie (Inneres/Leber) und Nephrologie (Nieren) ein. Zusätzlich gab es Vorträge:  Unser  Psychologe hielt ein Training auf innovative Weise ab, wie mit Opfern von Gewalt, Missbrauch und versuchtem Selbstmord umgegangen wird.

Eine Reihe Treffen auf höchster Ebene : mit fünf  Krankenhaus – Direktoren und hochrangigen Gesundheits-Offiziellen, die uns von ihren Schwierigkeiten und dringendsten  Bedürfnissen sprachen. Das Hauptproblem ist fehlender Strom, fehlender  Diesel und die Wasserknappheit, das verschmutzte Wasser und die Schließung der Übergänge nach Israel und Ägypten. Alle baten um  medizinischen Bedarf, Instrumente und Medikamente und  betonten die Notwendigkeit  für weiteres medizinisches Training.

Salah Haj Yahia, Direktor  der Mobilen Klinik von PHRI schlussfolgert:  „Diese Aktivität ist  wichtig und dringend und erleichtert  kurzfristig die Arbeit in Gaza. Doch ist sie wie ein Tropfen in der schwierigen Situation in Gaza. Die grausame Blockade des  Streifens muss entfernt werden und  es müssen sofort Schritte unternommen werden, um  gegenüber  2 Millionen Menschen die Menschenrechte zu praktizieren.

Unterstützen Sie uns, damit wir im Gazastreifen weiter aktiv bleiben können.

Hochachtungsvoll

PHRI-Exekutiv-Direktor Ran Goldstein

(Die Gründerin, Dr. Ruchama Marton erhielt 2005 in Stockholm den Alternativen Nobelpreis)

(dt. Ellen Rohlfs, die die PHRI mehrfach in palästinensische Dörfer begleiten durfte, zugesandt am 11.08.2017)