Der Besuch des berüchtigten Kriegsverbrechers

Von Evelyn Hecht- Galinski, 06.06.2018

Berlin wurde zum Hochsicherheitstrakt: abgesperrte Straßen, Luftraum und Seewege. Dieses Procedere gilt als angemessen für diesen in Berlin immer wieder gern gesehenen weltbekannten Besatzerkönig Bibi und Gattin Sara. Die Merkel’sche Staatsräson verweigert sich einer Kritik an dessen Besatzungsregime über ein rechtloses Volk, der barbarischen Erschießung protestierender Zivilisten in dem abgeriegelten Freiluftgefängnis namens Gaza, das eigentlich mehr an ein Konzentrationslager erinnert.

Die Pressekonferenz von Merkel und Netanjahu auf Phoenix machte mich für einen kurzen Moment sprachlos: Tatsächlich standen dort Merkel und Bibi im Partnerlook: Passend zu Netanjahus blauer Krawatte hatte sich die Kanzlerin in die israelischen Farben gehüllt, womit sie wahrscheinlich ihre treue und bedingungslose Partnerschaft betonen wollte, als ein medialer „Wink mit dem Zaunpfahl“. Merkels Freude über das Treffen mit dem Kriegsverbrecher Netanjahu blinkte aus jedem Knopfloch ihrer israel-blauen Jacke.

Und die lässt sie sich auch nicht durch die über hundert durch israelische Scharfschützen ermordeten gewaltlosen Demonstranten in Gaza vermiesen.

Im Gegenteil, Merkel ist schon voller Vorfreude auf die kommenden Regierungskonsultationen am 4. Oktober in Israel, wohin sie außer mit dem Kabinett auch mit einer herausragenden Wirtschaftsdelegation zur Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Besatzerstaat anreisen wird. Sie schwärmt geradezu von den israelischen Drohnen, die von der Bundeswehr in einem Milliardendeal angeschafft wurden, denn diese leisteten doch so gute Sicherheitsarbeit in Mali.

Mehrmals betonte Merkel, wie sehr ihr die Sicherheit Israels am Herzen liegt, und auch die sei deutsche Staatsräson. Die Gefahr, die von Iran ausgehe, sei die „größte Herausforderung für die Sicherheit Israels“. Trotz unterschiedlicher Meinungen zum Atomdeal mit Iran, wolle sie allen Einfluss geltend machen, um Iran in seinen militärischen Ambitionen zurückzudrängen. Sie lobte die Allianz zwischen Deutschland und Israel…

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