Rheinische Post (RP) stellt offenbar Menschenrechte für Palästinenser in Frage!

Kommentar von Andreas Friedrich, 13.06.2018

Die Düsseldorfer Tageszeitung (lt. eigener Aussage Zeitung für „christliche Kultur“) hat wieder einmal bewiesen, dass diese unreflektiert die anti- palästinensische Propaganda des rechtsextremen israelischen Regimes übernimmt.

Hintergrund ist ein Bericht über ein Konzert von Roger Waters vom 11.06.2018 in Köln. Die Rheinische Post lässt in ihrem Bericht keinen Zweifel daran, das Roger Waters ein „Antisemit“ ist, da dieser lt. eigener Aussage der „BDS Kampagne“ angehört.

Diese setzt sich für eine gerechte Lösung im Nahost- Konflikt ein und möchte den jüdischen Staat durch Boykotte zu einem Ende der seit über 70 Jahren andauernden völkerrechtswidrigen Besatzung Palästinas (Westbank und Gaza) und einem Ende der Vertreibung der Palästinenser durch den jüdischen Staat bewegen. Glaubt man allerdings der „Zeitung für christliche Kultur“, Rheinische Post, hat die BDS Kampagne die Vernichtung des Staates Israel zum Ziel. Zudem, so die RP, sei die Aussage seitens Roger Waters, Zitat: „Die Menschenrechte müssen auch für die Palästinenser gelten“ nicht hinzunehmen, da dies nicht so einfach sei.

Was lernt man daraus?

Boykotte gegen Südafrika aufgrund der damaligen Apartheid, gegen Russland, Iran waren und sind zu begrüßen und zu unterstützen, die rassistische Politik seitens des Staates Israel gegenüber den unterdrückten Palästinensern hingegen muss hingenommen, und, so glaubt man offenbar zumindest bei der RP, indirekt unterstützt werden.

Was bleibt, ist die Hoffnung, das die RP vielleicht irgendwann einmal aus ihrem antipalästinensischem Tagtraum aufwacht, die dortigen Redakteure endlich die Augen öffnen und einsehen, das Menschenrechte auch für die Palästinenser gelten aber vor allem, das in den christlichen Kirchen diese Sichtweise der RP nicht auch noch gepredigt wird. Dazu jedoch scheint es, führt man sich einmal die Hetze gegen Muslime vor allem seitens christlicher Bürgerinnen und Bürger auch aufgrund der hiesigen Medienpropaganda vor Augen, fast schon zu spät.