Nahost-Konflikt: US- oder doch eher Israels Präsident Trump?

Kommentar von Andreas Friedrich, 25.03.2019

Die letzten Monate sind und waren geprägt von diversen Krisenherden und Kriegs- „Schauplätzen“.

Und der Begriff „Schauplatz“ ist in diesem Falle wörtlich zu nehmen, werden doch dem politisch Beobachter seitens der Politik und insbesondere der Medien diverse „Schauplätze“ (z.B. Sudan, Syrien, Libyen, Ukraine, Paris, Venezuela) angeboten, um von einem der größten, nämlich dem Nahost- Konflikt, abzulenken.

Bestes Beispiel ist die aktuelle Politik des US- amerikanischen (oder doch eher Israels?) Präsidenten Donald Trump, der zuletzt die Besetzung der Golan- Höhen durch das zionistische Regime dazu benutzt, um es diesem zuzuschlagen.

Von den deutschen Medien wurde dieser Tatbestand, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt, vermutlich, weil der jüdischen Besatzungsstaat Nutznießer dieser widersinnigen Politik ist.

Trauriges Beispiel ist der WDR.

Dieser hatte in der letzten Woche zum Thema Golan einen Moderator in Tel Aviv, wahrscheinlich eingesetzt von der israelischen Regierung, der diese Politik mit den Worten, Zitat: „Für die meisten Israeli gelten die Golan Höhen ohnehin zu Israel“ (Zitat Ende) rechtfertigte.

Vom Völkerrecht hat der WDR offenbar noch nichts gehört!

Und kommt es, wie einige unabhängige politische Beobachter und Medien vermuten, bei dem anstehenden Besuch des Machthabers des zionistischen Regimes, Benjamin Netanjahu, im Weißen Haus tatsächlich dazu, das US- Präsident Trump nebst Golan auch die besetzte Westbank (also Palästina) als „Teil Israels“ erklärt, wird das Völkerrecht tatsächlich ausgehebelt, bzw. ad absurdum geführt.

Größter Nutznießer der Politik des Präsidenten Donald Trump jedenfalls ist der Besatzungsstatt Israel, das steht außer Frage.

Und das die hiesigen Medien insbesondere die Auswirkungen der Trumpschen Nahost- Politik ausblenden, oder, wenn überhaupt, wie der WDR letzte Woche, fragwürdig und nur ganz am Rande erwähnen, hinterlässt einen mehr als faden Beigeschmack.

Von daher spielen andere Krisen- und Kriegsherde den hiesigen Medien in die Hände, um sich nicht kritisch zu Trump und dem jüdischen Staat äußern zu müssen.

Und Berlin? Aus Berlin kam bislang keine Erklärung zur Golan-Politik Trumps und das passt genau ins Bild, bzw. kann nicht überraschen.

Es sieht tatsächlich danach aus, dass der Golan ein Testlauf für die weitere Annexionspolitik Trumps, bzw. Israels ist.

Denn wer, wie die deutsche Bundesregierung, zum Golan schweigt, muss sich zur Westbank nicht äußern!