WHO: Ein Jahr nach dem Great March of Return

Nahostpolitik

Seit Ende März 2018 demonstrierten tausende Palästinenser und Palästinenserinnen für ihre Rechte an der Grenze des Gaza-Streifens. Sie erinnerten an ihr unveräußerliches Recht auf Rückkehr und verlangten ein Ende der israelischen Blockade des Gaza-Streifens. Israel beantwortete die friedlichen Proteste der Zivilbevölkerung mit einer Gewalteskalation.

Mit scharfer Munition schossen die Besatzungstruppen auf unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder. Ein Jahr nach Beginn der Proteste des Great March of Return veröffentlichte die WHO in Zusammenarbeit mit 20 Organisationen nun einen Bericht zu den Verletzungen und den Auswirkungen auf das überlastete Gesundheitssystem im Gaza-Streifen.

So wurden im Zeitraum vom 30. März 2018 bis 30. März 2019 während der Proteste 277 Palästinenser getötet, mehr als 28.000 verletzt. Die WHO hatte mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums und des palästinensischen Roten Halbmondes mehrere Anlaufstellen eingerichtet. Diese zielten darauf ab, die schon mit Beginn überlasteten Krankenhäuser zu entlasten. Trotzdem mussten rund 60% der Verletzten in Krankenhäuser behandelt werden, darunter mehr als 6.800 Schussverletzungen. Die WHO kommt zu dem Schluss, dass dies eine fast unüberwindliche Herausforderung für die Krankenhäuser war und das trotz gut vorbereiteter Rettungsdienste und des Gesundheitssystems.

Israels Einsatz von schnellfeuernder Munition gegen die Demonstranten hat zu „übermäßigen Knochenschäden und irreversiblen Schäden an neurovaskulären Strukturen“ geführt. Schätzungen der WHO zufolge benötigen 20 bis 30% aller Patienten mit Schusswunden an den Gliedmaßen, etwa zwischen 1.209 und 1.746 Patienten, eine spezielle tertiäre Behandlung…

Der komplette Beitrag sowie der englischsprachige vollständige WHO-Bericht unter

http://palaestina.org/index.php?id=160&tx_ttnews%5Btt_news%5D=923&cHash=d74a70dd9ae6c9b3d659716535fd75b2