Die Flagge als Symbol der Unterdrückung und Ausgrenzung

Von Evelyn Hecht-Galinski, 13.11.2019

Der Kritik des Linken-Stadtverordneten Simon Aulepp ist es zu danken, dass endlich einmal ein Streit und eine Diskussionsgrundlage in Deutschland entstehen. Wer ist Jude und was bedeutet das Judentum in Deutschland?

Er stellt die berechtigte Frage, ob die Stadtverwaltung am Rathaus die Flagge von Saudi-Arabien hissen würde, wenn bei einem Anschlag in Deutschland Muslime getötet wurden? Allerdings erscheint mir in diesem Kontext Saudi-Arabien wenig hilfreich. Ich fände die Türkei den richtigen Staat in diesem Zusammenhang, wenn es darum geht, Mitgefühl bei rassistischen Morden auszudrücken. Immerhin leben etwa 3,5 Millionen türkischstämmige Bürger in Deutschland.

Keine Solidarität mit einer Armee, die „Hass und Freude am Töten zeigt“!

Während dagegen protestiert wird, wenn türkische Fußballer salutieren, wird es freudig hingenommen, dass deutsche Bürger sich freiwillig für die jüdische „Verteidigungsarmee“ melden und damit als Deutsche eine Armee unterstützen, die die illegale Besatzung Palästinas mit allen völkerrechtswidrigen Mitteln sichert, einer Armee, die laut eigener Soldaten, die ihr Schweigen brachen, „Hass und Freude am Töten zeigt“.

Was sind das für Doppelstandards.

Es scheint, wenn es um Muslime und Türken geht, dann spürt man die Islamophobie, die Deutschland und Europa ergriffen hat. Hat Deutschland, die deutsche Bundesregierung, jemals daran gedacht, nach den NSU-Morden an türkisch-stämmigen Menschen die türkische Flagge als Zeichen der Trauer oder Anteilnahme zu hissen? Niemals wäre diese Geste in Erwägung gezogen worden. Ja, der Holocaust bleibt ewig unvergessen, gibt aber kein Recht, diesen einseitig zu instrumentalisieren…

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