Die Grenze ist überschritten

Von Evelyn Hecht-Galinski, 24.02.2021

Angesichts der Tatsache, dass dank Israels Propagandafeldzug Kritik auf ganzer Linie zum Schweigen gebracht wurde, kritische Juden speziell als Antisemiten oder „selbsthassende Nestbeschmutzer“ verunglimpft wurden und sich gerade Medien immer mehr zu Komplizen dieses Treibens gemacht haben, ist eine Grenze überschritten, die in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 9. Februar 2021 einen beschämenden Höhepunkt fand. In diesem wurde der Zentralratspräsident Schuster von drei SZ-Journalisten (Joachim Käppner, Ronen Steinke und Annette Zoch) befragt.

Unter dem Titel „Israel ist unsere Lebensversicherung“ ließ man Schuster und seinen empathielosen, empörenden Aussagen freien Lauf, ohne ihn substanzielle und kritische Fragen zu stellen. Wie es schien, waren diese drei „ausgesuchten“ Journalisten geradezu prädestiniert, dem Zentralratspräsidenten ein ihm genehmes Klima zu schaffen. Nichts sollte die Vorfreude auf die Feierlichkeiten zu 1700 Jahren Juden in Deutschland stören. Nichts den Glanz, der die deutsche Kultur durch Juden leuchten ließ.

Schmerzlich wird man sich dieses Verlusts bewusst, sieht man die jüdischen Vertreter der Gegenwart, wie Josef Schuster als schreckliches Beispiel.

Dieses Interview ist das Beispiel dafür, wie jede Grenze des erträglichen überschritten wurde, diese unsägliche Verklärung des „jüdischen Staats“ als „Lebensversicherung“ für alle Juden.

Flakhelfer Israels

Nein, er, der die Demokratie lobt, und meint, dass man grundsätzlich alles sagen kann, ist aber sofort dabei, dieses Ansinnen zu hintertreiben. Wer intervenierte denn im Jüdischen Museum in Berlin und brachte den Stein zum Rollen, der schließlich den Rücktritt des anerkannten Intellektuellen Peter Schäfer führte. Sein Vergehen: er hatte sich mit einem iranischen Diplomaten getroffen – oder die Kritik eines Tweets aus dem Jüdischen Museum, der indirekt gegen den BDS-Beschluss gerichtet war. War das nicht wohltuend, Herr Schuster, dass es ein offenes Jüdisches Museum gab, das sich nicht scheute, auch kontroverse Themen anzusprechen? Nein, dieser Herr Schuster, findet, dass „Argumente der jüdischen Gemeinden“ sehr wenig Beachtung finden. Ach wenn es doch nur so wäre! Ist es nicht genau umgekehrt? Der Zentralrat interveniert in alle Belange und sieht immer wieder Antisemitismus, wenn Israel kritisiert wird. Als Flakhelfer immer dabei: der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, der sich voll auf dieselbe Seite schlägt und einseitig zum Schaden der deutschen Bundesregierung, einseitig zum „jüdischen Staat“ und seiner mehr als kritikwürdigen Politik schlägt…

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